VERSCHWISTERUNGSVEREIN SCHOTTEN WAR AUF „WEISS-BLAUER FAHRT“

Bild des Benutzers Hans Otto Zimmermann

[pd] Von einer „weiss-blauen Fahrt“ kam eine Gruppe Mitglieder des Verschwisterungsvereins Schotten am letzten Sonntag zurück. In den Tagen vom 19. - 22.07. war die Gruppe zu einem Vereinsausflug nach Sankt Englmar im Bayrischen Wald unterwegs. Die Fahrt, die vom Grundsatz her in der Mitgliederversammlung Ende Januar 2012 beschlossen worden war, wurde vom Vereins- vorsitzenden Hans Otto Zimmermann organisiert. Insgesamt 22 Mitglieder nahmen an der Fahrt teil. Doch nicht nur der Bayrische Wald mit seinem Nationalpark und dem interessanten Angebot der verschiedenen Glashütten waren das Ziel der Fahrt.

Nachdem am 19.07. bei der Anfahrt nach Sankt Englmar Zwischenstation in der Stadt Nürnberg mit ihrer schönen Altstadt und vor allem der bekannten Reichsburg gemacht wurde, war der erste große Höhepunkt der Fahrt am 20.07. die Teilnahme der Schottener Gruppe an der offiziellen Einweihung des „Europaparkes Bayern – Böhmen“ und die Rückunterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen Bogen und der tschechischen Stadt Slavonice in der mit Schotten befreundeten Stadt Bogen im Beisein von weiteren Abordnungen aus den Partner- und befreundeten Städten der Stadt Bogen. Neben Schotten waren Abordnungen aus dem französischen Arthez de Béarn im Departement Pyrénées-Atlantiques, seit 1982 mit Bogen verschwistert, der italienischen Stadt Arco am Gardasee, seit 1961 mit Schotten und 1983 mit Bogen verschwistert, und der Gemeinde Wilhering in Oberösterreich mit der Bogen seit 2002 genau wie mit Schotten einen Freundschafts-vertrag vereinbart hat, vertreten. Neben den Abordnungen aus den Partner- und befreundeten Städten war natürlich auch viel politische Prominenz bei der Festveranstaltung anwesend. Neben den örtlich zuständigen Abgeordneten aus dem Landtag und dem Bundestag waren für den Landkreis Straubing-Bogen die stellvertretende Landrätin, Frau Ch. Heisinger, für die Euregio Bayern-Böhmen der Vorsitzende und Landrat des Landkreises Freyung-Grafenau, L. Lankl, und nicht zuletzt als Hauptrednerin die Ministerin für Europaangelegenheiten in der bayrischen Landesregierung, Frau Emilia Müller anwesend, die neben dem Hausherren und Bürgermeister Franz Schedlbauer zu einer großen Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bogen sprachen und das besondere Ereignis für die Stadt Bogen und die Euregio Bayern-Böhmen würdigten. Die Besonderheit des Projektes besteht darin, dass sich in der Euregio, welche die grenznahen Landkreise des Landes Bayern und die gegenüberliegenden Regionen der tschechischen Republik umfassen, die beiden Kommunen Bogen und Slavonice gefunden haben, um ein gemeinsames Objekt zu planen und zu realisieren. In Slavonice, das bis zur politischen Wende im Sperrbezirk entlang der tschechischen Grenze zu Österreich gelegen war, wurde der ehemalige Schlosspark des Stadtteiles Maríz revitalisiert und wieder hergerichtet. In Bogen wurde auf einer Fläche von rund 70.000 m² im Stadtzentrum der Europapark als Kultur- und Begegnungsstätte geschaffen. Zentrale Punkte in der Parkanlage sind neben schützenswerten Landschaftsteilen, die unter Naturschutz gestellt wurden, das Atrium, eine Freilichtbühne mit einer kleinen Arena für kulturelle Veranstaltungen und der Europaplatz der Stadt Bogen, sowie eine Teichanlage, die im Winter auch zum Eislaufen benutzt werden kann. Die Besonderheit des Europaplatzes besteht darin, dass – ausgehend vom zentralen Punkt (für Bogen) – maßstabsgerecht und in der jeweiligen Lage nach der Windrose, Punkte geschaffen wurden, an denen sich die einzelnen Partner- und befreundeten Städte mit einem orts- und regionaltypischen Objekt darstellen können. Zum Teil wurde diese Aufgabe von den einzelnen Städten erledigt, zum Teil müssen die jeweiligen Darstellungen noch geschaffen und installiert werden. Der Verschwisterungsverein und die Stadt Schotten, das Herz des Vogelsberges, als dem größten zusammenhängenden Basaltmassiv in Europa hatten sich dazu entschieden, an der für Schotten vorgesehenen Stelle drei große Basaltstellen innerhalb einer mit Basaltsteinen gepflasterten Fläche zu installieren. Die örtliche und regionale Presse berichtete im Mai 2012 über die Ausführung der Arbeiten an dem Geschenk für die Stadt Bogen. Ohne überheblich zu sein, kann man sagen, dass dieses Geschenk mit eine der schönsten Darstellungen für die Gestaltung des Europaplatzes der Stadt Bogen geworden ist. In einer kurzen Ansprache an die Bevölkerung Bogens und die versammelten Ehrengäste überbrachte Hans Otto Zimmermann in seiner Funktion als Vorsitzender des Verschwisterungsvereins und Ehrenbürgermeister der Stadt Schotten die Grüße und die Glückwünsche des Vereins und der Stadt Schotten und wünschte, dass der Europark Bogen eine immerwiederkehrende Stätte der Begegnung und Kommunikation nicht nur der Bürger der Stadt Bogen werden möge, sondern auch ebenso ein Treffpunkt der Bevölkerung der Stadt Bogen mit den Menschen der großen im immer größer werdenden Anzahl der Partner- und befreundeten Städte in einem friedvollen und für alle Menschen lebenswerten Europa.

Auf dem weiteren Besuchsprogramm der Schottener Gruppe stand der Besuch der Kreisstadt Straubing mit ihrem schönen Stadtplatz und der ansprechenden Einkaufszeile. Der Samstag, 21.07. stand ganz im Zeichen des Besuches einer Glashütte und des Nationalparkes bayrischer Wald. Zunächst wurde dem Glasdorf der Firma Weinfurtner in Arnbruck ein Besuch abgestattet. Auf einem riesigen Areal bietet die Firma Weinfurtner nicht nur Glasprodukte in einer Vielfalt an, dass man eigentlich permanent kaufen möchte, sondern auch Gebrauchs- und Ausstattungsgegenstände bis hin zur Trachtenmode, die zum Gestalten eines schönen Ambiente in der Wohnung beitragen. Im Anschluss an den Besuch des Glasdorfes führte die Fahrt über Bodenmais und Zwiesel zu den beiden Besucherzentren des Nationalparkes. Zunächst zum Nationalparkzentrum Falkenau mit dem „Haus der Wildnis“ und den Gehegen von Wölfen, Wildpferden und den Rückkreuzungen von Auerochsen. Dann ging die Fahrt weiter zum Besucherzentrum „Lusen“, wo dem vor wenigen Jahren errichtete Baumwipfelpfad das Interesse der Besuchergruppe galt. Der Baumwipfelpfad, mit einer Länge von 1.300 m ist so gestaltet, dass er auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann, führt durch die Wipfel der dort vorhandenen Bäume mit einer durchschnittlichen Höhe von 20 bis 30 m. Zum Schluss mündet der Baumwipfelpfad in einer Kuppel, die ähnlich wie die Kuppel des Reichstagsgebäudes in Berlin allmählich nach oben führt. Der Weg endet ein der Höhe von 44 m auf einem Plateau, von dem aus die Besucher einen herrlichen Rundblick über die Höhen, Wälder und Ortschaften des Bayernwaldes, an guten Tagen bis hin zum Gebiet des Watzmannes im Bereich des Königssees, haben.
Am 22.07. wurde nach dem Frühstück die Heimreise angetreten, wobei auf der Fahrt ein Abstecher in die Universitäts- und Domstadt Regensburg mit ihrer schönen Altstadt mit den verwinkelten Gassen, der mehr als 900 Jahre alten Steinbrücke über die Donau und natürlich dem sehenswerten Dom unternommen wurde. Nach vier schönen, von wunderbaren Reisewetter begleiteten Tagen traf die Gruppe am Abend des 22.07. wieder in Schotten ein. Mit einem Dank an den Organisator der Reise für die informative und interessante Fahrt verbunden mit einem Treffen im Kreise von verschwisterten und befreundeten Städten schloss dieser Vereinsflug 2012. Das Bild zeigt die Reisegruppe vor der Abfahrt am Sonntagmorgen.