Neues aus Arco

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ARCO/SCHOTTEN (gs). Der Kommunalwahlkampf in Arco ist auf Touren gekommen. Bis Anfang Februar tat sich diesbezüglich nicht viel. Die Parteien und Gruppierungen hatten ihre Listen aufgestellt und dann der Öffentlichkeit präsentiert. Jetzt gehen die Kandidaten „in die Vollen“. Vize-Bürgermeister Alessandro Betta, der nach dem Rücktritt von Bürgermeister Paolo Mattei die Amtsgeschäfte übernommen hatte, stellte in einer sehr gut besuchten Versammlung im großen Saal des Casinos seine Mannschaft und die fünf ihn unterstützenden Parteien vor. Einen Tag danach hatte sein Mitbewerber Claudio del Fabbro ebenfalls zu einer öffentlichen Versammlung eingeladen. Diese fand unter dem selben Dach jedoch im wesentlichen kleineren Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung statt. Die Folge: Er war „proppenvoll“. In der Stadt stehen Plakatwände, auf denen die Parteien ihre Bewerber zeigen.

„Wir werden jetzt regelmäßig Wahlversammlungen im Casino machen und dort jeweils eines unserer Schwerpunktthemen vorstellen“, sagte Antonio Gatto, der Sohn des Chefs des Zivilschutzes (NuVolA, mit den oberhessischen Reservisten befreundet). Er kandidiert für die Liste PD, auf der auch der frühere Bürgermeister Renato Veronesi (nach drei Amtsperioden müssen die Bürgermeister aufhören) steht. Er ist derzeit Stadtrat und möchte das bleiben. „Wir werden nun von Haus zu Haus gehen und um Stimmen bitten“, sagt Maurizio Lo Turco, PATT-Kandidat. Er war Anfang der 80er Jahre mit den Arcoer Volleyballern in Schotten. Für diese autonome Partei Trentino-Tirol kandidiert auch Mauro Ottobre, Abgeordneter im Parlament in Rom. Er hatte vor einigen Wochen mit einem Unfall für Schlagzeilen gesorgt. An einer roten Ampel hatte er einen Pkw einer vorfahrtsberechtigten Frau gerammt, diese musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ottobre, dem nichts passiert war, schmückte die ersten Seiten der Zeitungen mit einem Foto, das ihn zeigte, wie er aus dem Kleinbus der Polizei herausschaute. Am nächsten Tag erfuhren die Leser durch eine Meldung, dass er dem Unfallopfer hatte Blumen überbringen lassen, während er bereits in Rom seiner Tätigkeit nachging.

Der Coro Castel hatte anlässlich seines 70-jährigen Bestehens zu einem Konzert in den Casino-Festsaal eingeladen, zu dem waren weit über 350 Zuhörer gekommen. Den Auftakt machte der verheißungsvolle Jugendchor „Primavera“. Die 15 Kinder und Jungendlichen begeisterten mit fünf Liedern. Sechs Lieder sang der Coro Castel. Dessen Dirigent Enrico Miaroma ist mit Christian Ferrari befreundet, der den Chor „Cima d´Oro“ aus dem Ledrotal leitet. Auch dieser unterhielt mit sechs Liedern. Ein ganz besonderes Ereignis war der gemeinsame Auftritt der beiden Chöre. Zum Abschluss sorgte das „La Montanara“ aus über 60 Männerkehlen bei so manchem Besucher für die „berühmte“ Gänsehaut. Im Festsaal des Casinos wird der gemischte Chor aus Burkhards Ende Mai mit dem Coro Castel ein gemeinsames Konzert geben. Die Sänger aus dem Schottener Stadtteil, die seit Ende der 70er Jahre mit dem Chor aus der Partnerstadt befreundet sind, fahren vom 28. bis 31. Mai nach Arco.

Volles Haus bei der Jahreshauptversammlung des Arcoer Verschwisterungsvereins "Arco obiettivo Europa". Gut 100 Mitglieder waren gekommen, um den Rechenschaftsbericht von Lino Rosa zu hören und sich über die Aktivitäten im Jahr 2014 zu informieren. Dazu zählen unter anderem eine Fahrt zur Tour nach Rocella Jonica und nach Griechenland.