Feuerwehr von Arco hat eine neue Unterkunft

Bild des Benutzers Gernot Schobert

Bis 6. Januar ist freitags, samstags und sonntags in Schottens norditalienischer Partnerstadt Arco Weihnachtsmarkt. Rund um die Kirche befinden sich über 30 Verkaufshäuschen, in denen der Besucher viele handwerklich gefertigte Geschenkartikel findet. Es gibt zudem Glühwein, geröstete Maronen, Käse, Wurst, Brot und weitere kulinarische Köstlichkeiten. Außerdem werden an den Wochenenden Führungen, Krippenausstellungen und Fahrten mit der Bimmelbahn angeboten. Die wirtschaftliche Krise macht sich in diesem Jahr nicht nur in Arco bemerkbar, auch die anderen Weihnachtsmärkte im Trentino haben weniger Besucher, gekauft wird nicht mehr so viel wie früher.
Großer Tag für die Freiwillige Feuerwehr von Arco. Nach zweijähriger Bauzeit wurde ihr neues Haus eingeweiht. Rund 600 Personen waren zur feierlichen Übergabe gekommen. Zwei Jugendfeuerwehrleute enthüllten zunächst den Schriftzug „Caserma Enzo Maino“. Das Gebäude wurde nach dem früheren Kommandanten Enzo Maino benannt, der in den 50er Jahren die Freiwillige Feuerwehr aufgebaut und geführt hat. Nach dem Durchschneiden eines Bandes durch Bürgermeister Alessandro Betta und den Kommandanten Michele Alberti gestaltete Don Luigi eine Messe, in deren Verlauf er das Haus und die Feuerwehrleute segnete. Der Bürgermeister, Vertreter des öffentlichen Lebens, des Zivil- und Brandschutzes und der neue Trentiner Präsident Ugo Rossi würdigten die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren. Sie verwiesen auf die Bedeutung des Ehrenamtes, das in der Provinz einen hohen Stellenwert habe. „Das Haus ist das pulsierende Leben der Freiwilligkeit“, sagte Betta. „Mir gibt es Sicherheit“. Präsident Ugo Rossi bezeichnete den Tag als „Fest der Autonomie“. Das bedeute nämlich, nicht zu warten, bis einer was tue, sondern selbst anzupacken.


Das neue Feuerwehrhaus hat 4,2 Millionen Euro gekostet, Baubeginn war im Mai 2011, inoffizielle Inbetriebnahme im Juni 2013. Die 6000 Quadratmeter Nutzfläche befinden sich auf vier Ebenen, hinzu kommt ein Übungsturm vor dem Gebäude. Das Feuerwehrhaus hat neben der Abstellhalle für Fahrzeuge und Geräte sanitäre Anlagen, Umkleideräume, Lager, Büros, Leitstelle, Aufenthaltsraum, Schlafraum mit sechs Betten, Sozialraum und Säle. Im Untergeschoss befinden sich die Räumlichkeiten des Katastrophenschutzes (NuVolA), die noch fertig gestellt werden müssen. Ihre Einweihung soll im Frühjahr erfolgen, „vielleicht zeitgleich mit unserem Tag der offenen Tür“, hofft Kommandant Alberti. Die Freiwillige Feuerwehr Arco mit ihren 52 Aktiven und 22 Jugendfeuerwehrleuten hatte bis Anfang Dezember 2013 700 Einsätze. Gernot Schobert, zweiter Vorsitzender des Schottener Verschwisterungsvereins, überbrachte für Bürgermeisterin Susanne Schaab einen Korb mit Weihnachtsgebäck sowie einen Wappenteller. Er gratulierte zum gelungenen Neubau und sagte, ihn freue es, dass es seit Ende der 70er Jahre Kontakte zwischen den Feuerwehren der beiden Städte gebe.

 

Über 102 Mitglieder und Angehörige des Verschwisterungsvereins „Arco obiettivo Europa“ hatten sich heuer zum Weihnachtsessen im Restaurant Angelini eingefunden. Vorsitzender Lino Rosa stellte dort die geplanten Aktivitäten im kommenden Jahr vor, bei denen auch Schottener vertreten sein werden. So erwähnte er den Besuch des Chores aus Burkhards, den Schüleraustausch Mitte Mai, die militärhistorische Exkursion der oberhessischen Reservisten im September und den Besuch der Alpini, der Luftwaffen-Reservisten und des Katastrophenschutzes Anfang Oktober in Schotten.
Nach dem Rücktritt des gewählten Bürgermeisters Paolo Mattei hat der seitherige Vize-Bürgermeister Alessandro Betta dessen Amtsgeschäfte übernommen. Der Lehrer übt dieses Amt neben seiner Tätigkeit an der örtlichen Berufsschule aus. Am 9. März 2014 werden der neue Bürgermeister und die Stadtverordneten gewählt. Betta wird kandidieren.

Die evangelische Trinitatiskirche in Arco, im Jahr 1900 erbaut, ist sanierungsbedürftig. Das Dach muss repariert werden, die Fundamente benötigen eine neue Dränage. Die Ausgaben für die wichtigsten Erstmaßnahmen in diesem Jahr belaufen sich auf rund 88 000 Euro. Die Provinzregierung in Trient hat jetzt einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent für die Kosten des ersten Abschnitts der Sanierung beschlossen. Viele Jahre hatte die Kirchengemeinde Meran, sie ist für Arco zuständig, auf eine solche Zusage gewartet, immer wieder Pläne reduziert und neue Anträge eingereicht.

Professor Romano Turrini, Gymnasiallehrer im Ruhestand, hat sich in vielfältiger Weise um Arco verdient gemacht. Er war, so Kulturstadtrat Massimiliano Floriani in einer Feierstunde für den Pädagogen, in den Bereichen Stadtgeschichte, Geschichte, Kultur und Sozialpolitik ehrenamtlich tätig. Allein in diesem Jahre hat er vier Bücher veröffentlicht. Die Alpini und die Gruppe NuVolA (Katastrophenschutz)hatten dessen Auszeichnung beantragt. Bürgermeister Betta überreichte ihm das neu geschaffene silberne Banner der Stadt Arco. Turrini hat alleine für den Kulturverein „Sommolago“ bis jetzt etwa 130 Bücher mit heimatgeschichtlichen Themen herausgebracht.