Über 40-jährige europäische Völkerverständigung gewürdigt

Gernot Schobert erhält beim Aufenthalt in Arco/Italien das Europakreuz

 

Schotten/Arco/Italien (dg). Die weit über 40-zig jährige Arbeit für die europäische Völkerverständigung von Gernot Schobert (Götzen) wurde am Freitagabend bei dem 10. Aufenthalt der Reservistenkreisgruppe Oberhessen im Raum Gardasee mit einer hohen Auszeichnung gewürdigt. Am Abschlussabend bei der Alpini Gruppe Arco in deren Vereinshaus verlieh Werner Deubel, als Beauftragter des Deutschen Komitee für Europäische Zusammenarbeit der Soldaten, Kriegsopfer und Förderer des europäischen Gedanken in der Bundesrepublik Deutschland, Gernot Schobert in dankbarer Würdigung jahrelanger persönlicher Verdienste um die Versöhnung der ehemaligen Kriegsgegner und Kriegsopfer, um die Freundschaft der Jugend und das Streben, ein geeintes Europa der sozialen Gerechtigkeit in Frieden und Freiheit für die Zukunft zu schaffen, das Europakreuz der CEAC-Sektion in der Bundesrepublik Deutschland.

In seiner Laudatio wies Deubel darauf hin, dass der Geehrte kurz nach der Gründung des Partnerschaftsverein Lauterbach-Lèzignan/ Frankreich in den Jahren 1969/1970 dessen Vorsitzender wurde und es heute noch ist. Schobert sei auch Gründungsmitglied des am 13. März 1980 gegründeten Verschwisterungsverein Schotten und von Anfang an mit einer Vorstandsarbeit beauftragt. Zunächst als Kontaktperson zur italienischen Kleinstadt Arco/Gardasee und seit 2002 als stellvertretender Vorsitzender. Er knüpfte Kontakte zur Alpini-Gruppe in Arco und organisierte 2003 die erste Fahrt der Reservistenkreisgruppe Oberhessen nach Arco. In der vergangenen Woche waren die Oberhessischen Reservisten, überwiegend aus dem Vogelsbergkreis und dem Landkreis Gießen, mit ihren Partnern und Freunden bereits zum 10. Mal in der Region Gardasee. Aus diesen Fahrten sind mittlerweile zwei Patenschaften, zum einem mit der Arma Aeronautika Oberer Gardasee und zum anderen mit der Alpinigruppe Arco entstanden.

Im Rahmen der Aufenthalte bei den italienischen Freunden gab es zudem zahlreiche Arbeitseinsätze auf dem Deutschen Soldatenfriedhof Costermano und es wurde an der Renovierung von österreichisch/ ungarischen Schützengräben unter Leitung der Alpini Gruppe Arco im Waldgebiet am Bosco Caproni auf einer Länge von rund 1.000 Metern maßgeblich mitgewirkt. Mit dabei waren auch Mitglieder der Nuvola, Technisches Hilfswerk. Die Schützengräben sind Bestandteil des „Friedensweges“ von Österreich nach Italien. In diesem Jahr fand der Arbeitseinsatz im Rahmen der Aktion „Ein Territorium, zwei Fronten“ unter Leitung der Alpini Gruppe Nago, am Monte Baldo in ehemaligen italienischen Stellungen des I. Weltkrieges statt.

Für die Gestaltung der Programme bei den Italienaufenthalten insgesamt war Gernot Schobert federführend. Er plante auch in Zusammenarbeit mit den italienischen Freunden Truppenbesuche bei der italienischen Armee. „Gerade mit diesen Besuchen hat er viel für die Versöhnung der ehemaligen Kriegsgegner getan“, so Werner Deubel.

Erste Kontakte mit Arco habe Gernot Schobert bereits 1974 als Vorsitzender des Stadtjugendrings Schotten bei der Betreuung einer Schottener Jugendgruppe in der italienischen Partnerstadt gehabt.

In der Schule in Arco habe er zudem bereits einige Male über die Deutsche Reservistenarbeit und die Zusammenarbeit mit den Alpini informiert und damit auch die Freundschaft zur Jugend gesucht um ein vereintes Europa in Frieden und Freiheit zu schaffen.

Gernot Schobert ist seit 1974 Mitglied beim Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V und seit vielen Jahren auch bei den Alpini in Arco. Während Deubel die Verleihungsurkunde verlas, hatte der Präsident der Alpini Gruppe, Carlo Zanoni, die Ehre, seinem Mitglied das Ehrenkreuz anzuheften. Die Laudatio wurde den italienischen Freunden von Hauptfeldwebel der Reserve Klaus Minnert (Bermuthshain) übersetzt.