Neues aus Arco

Bild des Benutzers Gernot Schobert

Mit einem festlichen Menü feierten 120 Personen das 30-jährige Bestehen von „Arco obiettivo Europa“, dem Verschwisterungsverein in unserer norditalienischen Partnerstadt am Gardasee.  Im mit viel Liebe dekorierten Kursaal (Casino) wurde ein Festmenü serviert. Vorsitzender Lino Rosa, Bürgermeister Alessandro Betta und die für Sport und Verschwisterung zuständige Stadträtin Maria Luisa Tavernini erinnerten in ihren Redebeiträgen an die Geschichte des Vereins, der sich aus kleinen Anfängen, zunächst noch „unter Obhut“ der Stadtverwaltung, zu einer überaus aktiven Organisation entwickelt hat. Mit unter den Gästen waren auch der ehemalige Stadtrat für Sport, Giacomo Miorelli (er war nach Ennio Lattisi der zweite Vorsitzende des Vereins) und  der frühere Bürgermeister und Ex-Stadtrat für Kultur, Ruggero Morandi. Sie wurden geehrt wie auch die Gründer Renato Ischia (dieser hat das Logo des Vereins geschaffen), Italo Clari, Emanuela Cretti, Rita Viesi (Mosna), die ehemaligen Vorstandsmitglieder Michela Calza', Rudy Borroi und Fabio Zanetti sowie die derzeitigen Vorstandsmitglieder Cristina Bronzini, Bruno Appoloni, Morena Bonimi,Fiorenzo Cimatto, Paola Contrini, Pierina Giuliani,Anita Sbaraini, Gianfranco Zancarli  und Lino Rosà. Mit Musik und Tanz klang die Feier aus.

800000 Euro soll die Restaurierung der Orgel in der katholischen Stadtkirche kosten. Das Musikinstrument aus dem Jahre 1897 wurde aus dem Gotteshaus ausgebaut und zum Orgelbauer gebracht.

567000 Euro werden für die Verbesserung des Sportzentrums ausgegeben. 396000 Euro kommen als Landeszuschuss, den Rest muss die Stadt Arco drauflegen. Für dieses Geld gibt es eine neue 400-Meter-Bahn für die Leichtathleten. Ein Quadratmeter des neuen Belags kostet fünf Euro, gebaut wird von Juli bis Herbst 2019.

In Arco wird immer wieder einmal über die nächste Kommunalwahl spekuliert. Jetzt gerade nach dem schlechten Abschneiden der PD (der gehört auch Bürgermeister Alessandro Betta an). Dieser hat sich zu seiner Zukunft ab 2020 noch nicht öffentlich geäußert, er überlegt noch. „Mit den Hufen scharren“ Roberto de Laurentis, dessen Liste „Tre“ hat in Arco mehr Stimmen als die PD geholt, und Mauro Ottobre. Dieser hat eine besonders bewegte politische Vergangenheit. Er war Stadtrat in Arco, kam 2008 in den Landtag und wurde 2013 als Viertplatzierter auf der Liste der Südtiroler Volkspartei ins Parlament nach Rom gewählt, dem er jetzt aber nicht mehr angehört. Er gründete die Partei Autonomia Dinamica. Er war zuletzt in Arco Stadtverordnetenvorsteher, hat das Amt aber abgegeben und ist dort jetzt Abgeordneter der Minderheit (Opposition). Bei den Landtagswahlen im Oktober 2018 hat er mit nur 5237 Stimmen (1,96 Prozent) keines der 35 Mandate im Trentino geholt. Die gesamte Region obere Gardasee hat seit dieser Wahl keinen Volksvertreter im Regionalparlament, weil sich die Kandidaten gegenseitig die Stimmen weggenommen haben.

Gefeiert haben auch die Alpini von Arco, die Gruppe ehemalige italienischer Gebirgsjäger, die im Juli ihr 90-jähriges Bestehen hatte. Über 60 Personen waren zum „Helferfest“ ins Restaurant des Hotels „Olivo“ gekommen und genossen dort ein köstliches Menü. Vorsitzender Carlo Zanoni erinnerte an das gelungene dreitägige Fest, zu dem auch die Freunde aus Oberhessen gekommen waren, um das zehnjährige Bestehen der Verschwisterung zur Reservisten und Alpini zu feiern. Zudem bekam die Gruppe Arco von einer Delegation des Fördervereins Stab Division Schnelle Kräfte aus Stadtallendorf das „gelbe Band“, ein Zeichen der Solidarität mit den Soldaten, die im Ausland ihren Dienst versehen.

Derzeit werden in Arco nicht nur Oliven, Kiwi und die letzten Äpfel geerntet. Es ist die Zeit der Maronen, der Esskastanien. Der „Circolo pensionati“ (Rentnertreff) hatte zu einem Nachmittag mit gerösteten Kastanien eingeladen. 50 Kilo dieser Früchte wurden auf einem Grill auf der Terrasse des Pensionär-Zirkels zubereitet und an die Gäste verteilt.