Neues aus Arco

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Arcos Bevölkerung wächst von Jahr zu Jahr
Pro Monat im Schnitt 13 neue Bürger - 17559 Einwohner - Wechsel an der Spitze von NuVolA

Arco, Schottens Partnerstadt am Gardasee, wächst seit 1982 ununterbrochen. Im vergangenen Jahr gab es jeden Monat im Schnitt 13 neue Bürger. Ende des Jahres 2015 lebten in der norditalienischen Kommune 17559 Menschen (8500 Männer und 9059 Frauen), das ist ein Wachstum von 1,25 Prozent. Damit ist Arco hinter Trento, Rovereto und Pergine die viertgrößte Gemeinde im Trentino. Sie ist größer als die Nachbarstadt Riva del Garda, die den Sprung über die 17000-er Marke immer noch nicht geschafft hat. Es gibt 7562 Haushalte, in 2596 leben Singles. Die Statistik von 2015 weist 17 Stadtteile auf, die größten sind das neue Arco (3962 Einwohner), Bolognano (2176) und das historische Zentrum (1944). Die kleinsten „Fraktionen“ San Giovanni al Monte, Padaro und Maderna haben zusammen gerade mal 74 Bewohner. Die standesamtlichen Eheschließungen haben um zwei Prozent auf 40 zugelegt, nur kirchlich wurden 18 Paare getraut. Trennungen gab es seit 2013/2014 keine. Die meisten Scheidungen haben Paaren, die sich in der zweiten Hälfte der 80er Jahre das Ja-Wort gaben. Sechs Arcoer sind älter als 100 Jahre, der Älteste ist Livio Parolari, Jahrgang 1909. 90 Jahre und älter sind 242 Bürger, zwischen 80 und 90 Jahren sind es 898, zwischen 70 und 80 hat Arco 1483 Einwohner, zwischen 60 und 70 sind es 1944. Im arbeitsfähigen Alter sind 9637 Bürger, das entspricht 54,88 Prozent. Die höhere Schule besuchen 905, die Mittelschule 531, die Grundschule 845, Kindergarten und Kinderhort 552 beziehungsweise 516 Kinder. Die Statistik weist aus, dass es keinen Analphabeten in Arco gibt.

Bei „NuVolA“, dem Zivilschutz, hat es in der Gruppe oberer Gardasee und Ledrotal nach acht Jahren einen Wechsel an der Spitze gegeben. Der pensionierte Berufssoldat Mario Gatto hat in der Mitgliederversammlung nach acht Jahre auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Sein Nachfolger wurde der 60-jährige Luciano Galli aus Tenno. In der Amtszeit von Gatto hat die Gruppe, die im Katastrophenfall für die Verpflegung der Helfer und Opfer zuständig ist, ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert und ihre neue Unterkunft im Untergeschoss des Feuerwehrstützpunktes bezogen. 2013, bei der 20-Jahr-Feier, wurde ein Freundschaftsvertrag mit der Reservisten der Kreisgruppe Oberhessen unterzeichnet.

  

Auch die Alpini (ehemalige Gebirgsjäger) aus Arco waren in diesen Tagen aktiv. Am Drei-Königs-Tag wurden die Kinder von der Befana, einer freundlichen Hexe, beschenkt. Für diese Veranstaltung, die seit etwa 1990 durchgeführt wird, hatte der Verein 240 Päckchen gepackt. Darin befanden sich Clementinen, Erdnüsse, Schokolade und Gummibärchen. Diese wurden auf dem Platz an der Kirche am letzten Tag des Weihnachtsmarktes an die Kinder verteilt. Dazu gab es 30 Liter heißen Kakao und für die Erwachsenen 30 Liter Glühwein. „Wir lassen uns das rund 350 Euro kosten“, sagte Vorsitzender Carlo Zanoni. Dessen dritte Amtszeit endet am 7. Februar. Eine Wiederwahl ist laut Satzung dann nicht mehr möglich. Doch bis jetzt ist noch kein Nachfolger gefunden worden.

  

Momentan ist es in der Partnerstadt etwas ruhiger, doch schon bald werden wieder Menschenmassen in den Ort strömen. Vom 30. Januar bis zum 9. Februar wird „Carnevale di Arco“ gefeiert - seit 140 Jahren gibt es den Arcoer Carneval. An den beiden Samstagen werden Aktivitäten für Kinder angeboten, es gibt Live-Musik und die kostenlose Verteilung von regionalen Produkten. Umzüge finden am 31. Januar und 7. Februar statt. Am 5. Februar heißt es im Casino „Arco lacht“. Während der gesamten Carnevalszeit sind in den Straße große Bilder „Arco, wie es einmal war“ zu sehen.

  

Vom 10. bis 15. März steht Arco im Zeichen den Jugendfußballs (unter 16). Bei dem 45. Turnier „Beppe Viola“ messen sich unter anderem die Teams Juventus (siebenmal Titelgewinner), Torino, Lazio, Roma, Fiorentina, Milan, Hellas Verona, Inter, Atalanta, Chievo, Napoli, eine Mannschaft aus dem Trentino und eine aus Weston (USA). Auch dazu werden wieder viele Besucher in der Stadt an dem Sarca erwartet.

Zwischen diesen beiden Großveranstaltungen wird es auch in Arco etwas ruhiger. Die Bevölkerung bleibt unter sich, zahlreiche gastronomische Betriebe haben geschlossen, damit sich das Personal ausruhen kann und nötige Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden können. So gibt es im bekannten Restaurant „Lega“ Arbeiten. Auch der letzte Minimarkt in der Altstadt ist derzeit eine Baustellen. Dort soll eine weitere Bar errichtet werden. Schade, denn hier war noch Einkaufen wie bei „Tante Emma“ möglich.