Neues aus Arco

Bild des Benutzers Gernot Schobert

Schottens Partnerstadt Arco am Gardasee hatte Ende des Jahres 2017 17716 Einwohner (8585 männlich und 9131 weiblich), das ist ein Plus von 128 zum Jahr 2016. In der Nachbarstadt Riva lebten Ende 2017 17370 Personen, beide Ortschaften bringen es zusammen auf 35086 Einwohner. In Arco gibt es einen Neun-Personen-Haushalt, sieben Haushalte mit acht und 14 mit sieben Angehörigen. Allein leben 2696 Personen, Paare gibt es 2134, Familien, mit drei Personen 1332, mit vier 1132. Ledige Männer gibt es 4326, ledige Frauen 3922, Ehepaare 7524, Scheidungen 767, Witwer 194, Witwerinnen 980, es gab 55 Eheschließungen (im Jahr davor 44), der Ausländeranteil (1540) beträgt 8,7 Prozent. 37 Personen haben 2017 die italienische Staatsbürgerschaft angenommen. Bei den Ausländern führen die Rumänen mit 20,9 Prozent (323) die Statistik an, gefolgt von Albaniern 199, Moldawiern 110, Marokkanern 76, Polen 75, Ukrainern 68, Tunesiern und Pakistani 3,8 Prozent), Chinesen 57 und Deutschen 45 (nur drei Prozent). Insgesamt leben 78 verschiedene Nationalitäten in dem Ort. Seit 2000 haben 720 Menschen die italienische Staatsbürgerschaft erworben.

„Der Haushalt ist gesund“ heißt es in den vierteljährlich erscheinenden kommunalen Notizen. Der Überschuss liegt bei 8,14 Millionen Euro.

Der Verkehr am neuen Kreisel an der Durchgangsstraße nach Riva und zum Parkplatz an der ehemaligen Feuerwehr-Unterkunft fließt jetzt besser – sehr zur Freude der Bürger. Bürgermeister Alessandro Betta beklagt, dass noch viele Autos, auch Lastwagen, durch die Stadt fahren, statt die Ortsumgehung zu benutzen. Dadurch entstehen auch für Radler gefährliche Situationen. In der Via Caterina ist zwischen Arco und Riva für 250000 Euro ein Rad- und Fußweg errichtet worden.

„Noch Zukunftsmusik“ ist das Projekt Erweiterung und Ausbau der Schule „Nicola d´Arco“ in Prabi. Vorgesehen sind dort eine neue Mensa (200 Plätze) und acht bis neun neue Unterrichtsräume. Mit der Schule pflegt die Schottener Vogelsbergschule ihren Schüleraustausch. Kosten der Maßnahme, 2019/2020 geplant, rund fünf Millionen Euro.

Sieben Jahren findet jeden Dienstag vor dem Casino ein Bauernmarkt statt, auf dem frische Produkte (Obst, Gemüse, Käse, Fleischwaren, Fisch) aus der Region an zwölf Ständen angeboten werden.

57 Personen haben in einer Art Arbeitsbeschaffung wieder eine Tätigkeit gefunden. Se wurden aus 111 Bewerbern ausgewählt, arbeiten ein halbes Jahr lang zwischen 17,5 und 35 Stunden in der Woche und kümmern sich dabei um die Anlagen, Straßenunterhaltung oder pflegen den Uferbereich des Sarca-Flusses. Kosten: 420 000 Euro, zu denen das Land einen 60-prozentigen Zuschuss gibt.

Der „Piedibus“ sucht neue Begleiter. „Piedibus“ heißt übersetzt „Fußbus“ und bedeutet, dass sich die Schulkinder an verschiedenen Stellen in der Stadt treffen und von dort gemeinsam, von Erwachsenen begleitet, zur Schule gehen.

Das politische Klima in Arco ist derzeit nicht das beste, seit einigen Monaten nehmen die Abgeordneten der Opposition nicht mehr an den Sitzungen des Parlaments und der Ausschüsse teil.  

Großes Fest mit deutscher Beteiligung. Die Alpini-Gruppe Arco feierte drei Tage lang ihr 90-jähriges Bestehen. In diesem Zusammenhang wurde auch des Verschwisterungsabkommens mit den Reservisten der deutschen Bundeswehr, Kreisgruppe Oberhessen, gedacht. Konzert des „Coro Castel“, zwei Umzüge durch die Innenstadt, eine Ausstellung über die beiden Weltkriege, eine Messe, Kranzniederlegungen und die Vorstellung eines Buches über die Vereinsgeschichte rundeten das Programm ab. Etwas Besonderes: Der Förderverein Stab Division Schnelle Kräfte aus Stadtallendorf, der in Not geratene Soldaten und deren Familien unterstützt, verlieh den Alpini Arco eine „gelbe Schleife“. Mit dieser bekunden Kommunen und Unternehmen ihre Solidarität mit ihren Soldaten und deren gefährlichen Dienst. 30 solcher Schleifen wurden bereits in Mittelhessen vergeben, die in Arco ist die erste im Ausland.

Ein neues Dach bekommt das städtische Haus am neuen Kreisel. In diesem Gebäude war vor vielen Jahren einmal die Sparkasse untergebracht, dann war es die Station der Stadtpolizei, jetzt haben verschiedene Vereine darin ihre Büros.