Bürgermeister Betta hat seinen Magistrat zusammen

Bild des Benutzers Gernot Schobert

Neues aus der Partnerstadt Arco

Schottens Partnerstadt Arco am Gardasee hat einen neuen Magistrat. Nach dem überwältigenden Ergebnis für den früheren Vize-Bürgermeister Alessandro Betta und seiner Wahl zum neuen Stadtoberhaupt hat er jetzt seinen Magistrat zusammengestellt. Das muss, so berichten die Freunde aus Arco, nicht ganz einfach gewesen sein. So erhoben die Vertreter der fünf Parteien, die Betta bei der Wahl unterstützten, Anspruch auf Posten im Stadtrat. Erschwerend kam die „rosa Quote“, a also die Frauenquote, hinzu. Das hat zur Folge, dass jetzt zwei Frauen im Magistrat sitzen. Bei der Verteilung der Aufgaben ist zunächst Bürgermeister Betta mit den Kompetenzen für öffentliche Angelegenheiten und Zivilschutz, private und öffentliche Bauangelegenheiten, Vertretung der Institutionen und der Politik bei der interkommunalen Zusammenarbeit, Landwirtschaft und Organisation der humanen Ressourcen.

Stellvertretender Bürgermeister ist Stefano Bresciani, der für Arbeit und Ökonomie (Industrie, Handwerk, Handel und Kooperationen), Transport und Städteplanung, Mobilität sowie Kontakte zu den Gesellschaften zuständig ist. Zuständig für Sport, Tourismus und Kommunikation sowie Verschwisterung ist Marialuisa Tavernini. Sie war italienische Schwimm-Meisterin und spricht sehr gut Deutsch. Für Jugend, Soziales, Ökologie und Umwelt zuständig ist Stadträtin Silvia Girelli. Zu ihrer Person ist in Arco zu hören, dass sie lediglich zehn Stimmen bei der Wahl für die Stadtverordnetenversammlung bekam, jedoch aufgrund der „rosa Quote“ Stadträtin wurde. Stefano Miori kümmert sich unter anderem um Kultur, und die Stadtteil-Komitees (wie unsere Ortsbeiräte). Im Amt bliebt Tomaso Ricci, der für die Finanzen zuständig ist.

Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung ist der römische Parlamentsabgeordnete Mauro Ottobre. Renato Veronesi, Ex-Bürgermeister und langjähriger Stadtrat, ist nur noch Stadtverordneter. Zu seiner beruflichen Zukunft wird gemunkelt, dass er im Herbst neuer Chef der Amsa werden könnte. Das sind die städtischen Eigenbetriebe, die unter anderem für das Schwimmbad, den Campingplatz und das Casino zuständig sind.

In Arco hat die Konzertsaison begonnen. Bis Ostern fanden zahlreiche klassische Konzerte in den Kirchen statt. Im Kursaal (Casino) gab es ein gemeinsames Konzert des Coro Castel mit seinem Kinderchor „Primavera“ und dem Vokal-Ensemble „Calippo“ aus der bayerischen Partnerstadt Bogen. Im Anschluss trafen sich die Sänger und Mitglieder des Arcoer Verschwisterungsvereins „Arco obiettivo Europa“, der das Konzert organisiert hatte, im Heim des Alpenvereins zu einem Imbiss und (– wie kann es anders sein ? - ) dem einen oder anderen Lied.

 

Die Alpini gehen auch in diesem Jahr in die Schulen, um dort ihre Arbeit auf dem Gebiet des Ehrenamts vorzustellen. Jetzt besuchten sie die Berufsschule Einap. Dort gab es eine Ausstellung „Alpini gestern und heute“, eine Konferenz über „Geschichte, Solidarität und Ehrenamt“ sowie Informationen über den Verein Alpini, das italienische Heer, den Zivilschutz, das Rote Kreuz, die Feuerwehr und die Bergrettung. Gut 150 Schüler wurden an diesem Tag informiert.

In Sachen Jugendarbeit tut sich in Arco derzeit einiges. Das neue Jugendzentrum in Prabi gegenüber der Freikletter-Anlage ist fertig. In diesen Tagen war darin dort eine große Party, die unter dem Motto stand, „wir feiern ohne Alkohol“. Eine offizielle Einweihung des Zentrums fand noch nicht statt.